Wer schon einmal stundenlang ohne Pause gelernt hat, kennt das Gefühl: Das Gehirn scheint immer langsamer zu werden, als würde es einfach nicht mehr zuhören. Heutzutage sind Schüler und Studenten mehr Ablenkungen ausgesetzt als je zuvor und stehen unter größerem Leistungsdruck. Um die Konzentration und Lerngeschwindigkeit zu verbessern, sind gezielte Pausen daher unerlässlich. Eine der besten Möglichkeiten für eine solche Pause ist Schachspielen.
Und wenn Sie schon einmal Schach gespielt haben, wissen Sie sicher, dass Schach mehr ist als nur ein Spiel. Es kann Ihre Gehirnleistung steigern. Das ist nicht nur unsere Behauptung, sondern wissenschaftlich belegt. Beim Schachspielen lernt man, vorauszudenken und in stressigen Situationen ruhig zu bleiben. Verschiedene Studien zeigen außerdem, dass kurze, aktive Pausen die Konzentration verbessern können, wenn Schüler wieder lernen. Anders als beim Scrollen auf dem Handy oder beim Anschauen eines Films sind Sie beim Schachspielen aktiv.
Wie Schachspielen die Konzentration und den Fokus verbessert
Schach ist ein Denkspiel. Man kann es nicht spielen, ohne tiefgründig nachzudenken. Man muss seine volle Aufmerksamkeit darauf richten. Ein falscher Zug, und man verliert. Als Schüler kann man das sehr schnell lernen. Wenn man dann spielt, ist man vollkommen fokussiert. Der Geist lernt, alle Ablenkungen auszublenden.
Und das ist das Beste am Spiel. Ob in der Schule oder zu Hause, es gibt immer irgendwelche Störungen – Fernseher, Handys, Gespräche. Schach lehrt einen aber, all das auszublenden und sich nur auf das Spiel zu konzentrieren.
Schach verbessert tatsächlich auch das Gedächtnis. Man muss sich an seine vorherigen Züge erinnern, die Züge des Gegners vorhersehen und die eigenen Züge planen. Dadurch wird das allgemeine Erinnerungsvermögen des Gehirns gestärkt.
Und ja, Schach lehrt auch Geduld. Manche Partien dauern sehr lange. Man muss stundenlang sitzen und seine Züge im Kopf planen. Und als Schüler hilft einem diese Herangehensweise auch bei Prüfungen oder beim Lernen, wo man sich lange konzentrieren muss.
1. Schach hilft beim Gehirntraining
Wenn es darum geht, die geistige Fitness zu erhalten, ist ein Schachbrett unübertroffen. Es ist wie ein kleines Gehirntraining. Bei jedem Zug denkt man nicht nur an den Moment, sondern auch an die möglichen Folgen. Manchmal plant man sogar zwei oder drei Züge. Mit der Zeit verbessert diese Gewohnheit die Problemlösungsfähigkeit.
Das Tolle am Schach ist, dass es beide Gehirnhälften beansprucht. Die eine Hälfte denkt über clevere, kreative Züge nach, während die andere ständig prüft, ob der letzte Zug gut war oder nicht. Dieses ständige Hin und Her im Kopf hält den Geist aktiv.
Tatsächlich müssen Sie in der Anfangsphase nicht stundenlang spielen. Schon eine kurze Partie von 10–15 Minuten reicht völlig aus, um sich zu erfrischen. Und wenn Sie an einem Schachbrett mit echten Figuren spielen, fördert das Ihre Konzentration – etwas, das Handyspiele nicht leisten können.
Nach einiger Zeit werden Sie feststellen, dass Sie Muster schneller erkennen können – sei es bei einer Mathematikaufgabe, beim Spielen anderer Spiele oder sogar bei der Planung Ihres Tages.
Und ehrlich gesagt, brauchen Sie dafür nicht das beste Schachset. Selbst ein einfaches Schachset ist die beste Option für Sie, wenn Sie weiterhin spielen möchten.
2. Warum Schach besser funktioniert als zufällige Pausen
Lernpausen sind nicht alle gleich, oder? Die meisten von uns greifen zum Handy und scrollen durch die sozialen Medien. Aber ehrlich gesagt fühlen wir uns danach oft noch müder und unkonzentrierter. Ganz anders ist es beim Schachspielen – das regt den Geist an.
Und zwar aus folgendem Grund: Beim Schachspielen ist jeder Teil Ihres Körpers aktiv und beschäftigt. Ihre Augen, Ihre Hände und Ihr Gehirn. Sie bewegen die Schachfiguren und versuchen, den nächsten Zug des Gegners vorherzusehen. Sie planen Ihre Strategie im Kopf. Gleichzeitig müssen Sie sich aber nicht mit Notizen herumschlagen oder etwas Langweiliges auswendig lernen. Dadurch erholt sich Ihr Geist auf eine erfrischende Art – eine, die Sie wach und aktiv hält.
Eine Schachpause fühlt sich zwar kurzweilig an, ist aber dennoch produktiv. Wenn man anschließend den Lernstoff bearbeitet, ist man geistig wacher und konzentrierter. Viele Lehrer haben diesen Vorteil inzwischen erkannt und ermutigen die Schüler sogar, in den Pausen kurze Schachpartien zu spielen. Diese kleine Veränderung macht einen großen Unterschied – die Schüler kommen erholter und lernbereiter zurück.
Außerdem brauchst du nicht immer jemanden zum Spielen. Wenn deine Freunde nicht da sind, kannst du 10–15 Minuten mit einer Schach-App auf deinem Handy spielen. Es funktioniert genauso. Anstatt also deine Zeit mit dem Scrollen auf dem Handy zu verschwenden, probier doch mal Schach in deinen Lernpausen aus – dein Gehirn wird es dir danken!
3. Ein einfaches Werkzeug für Klassenzimmer oder Zuhause
Wenn es darum geht, die Konzentration zu fördern, ist ein Schachspiel eine der einfachsten und günstigsten Möglichkeiten. Man braucht kein teures oder aufwendiges Brett, um anzufangen. Ein einfaches Schachbrett mit simplen Figuren reicht völlig aus.
Der Trick besteht darin, es an einem gut sichtbaren und erreichbaren Ort aufzubewahren – vielleicht im Wohnzimmer, in der Nähe des Schreibtisches oder im Gemeinschaftsraum der Schule. So kann man in jeder freien Minute spielen.
Du kannst mit einem Freund, einem Geschwisterkind oder sogar alleine gegen eine Schach-App spielen, wenn niemand da ist. Tatsächlich ist das Spielen gegen eine App eine gute Möglichkeit, einige clevere Züge zu lernen, bevor man persönlich gegen jemanden antritt.
Das Ziel ist hier nicht, jedes Spiel zu gewinnen. Es geht vielmehr darum, dem Gehirn eine andere Art von Beschäftigung zu bieten als beim Lesen von Büchern oder beim Schreiben von Notizen. Beim Lernen werden bestimmte Hirnregionen beansprucht. Beim Schachspielen hingegen werden zusätzlich Planung, vorausschauendes Denken und das Erkennen von Mustern gefordert. Deshalb fühlt man sich selbst nach einer zehnminütigen Schachpartie noch energiegeladen und konzentriert.
Selbst das beste Schachset ist im Vergleich zu anderen Spielen oder Werkzeugen nicht sehr teuer. Halten Sie eines griffbereit, und Sie werden sehen, wie dieses kleine Brett ganz unauffällig dazu beitragen kann, Konzentration, Geduld und sogar die Stimmung mit der Zeit zu verbessern.
4. Welche Fähigkeiten fördert Schach bei Schülern?
Ein Schachbrett mag einfach aussehen, aber die Fähigkeiten, die es vermittelt, können einen ein Leben lang begleiten. Und das Beste daran: Man merkt beim Spielen gar nicht, dass man sie lernt.
Geduld: Im Schach führt überstürztes Handeln zu Fehlern. Stattdessen muss man den richtigen Moment für seinen Zug abwarten. Auch für Schüler und Studenten ist diese Gewohnheit in Prüfungen wichtig. Und selbst im Alltag sollte man vor dem Handeln nachdenken.
Planung: Wenn man eine Schachfigur zieht, reicht es nicht, nur an den Zug im Moment zu denken. Man muss planen, was zwei oder drei Züge später passieren könnte. Diese Fähigkeit ist überall nützlich. Ob beim Erstellen eines Hausaufgabenplans, beim Lernen für Prüfungen oder sogar bei der Planung eines Familienausflugs.
Anpassungsfähigkeit: Selbst wenn Sie von Ihrem Plan absolut überzeugt sind, kann Ihr Gegner Sie überraschen. Sie müssen Ihre Strategie anpassen, ohne dabei den Fokus zu verlieren. Auch im Leben läuft nicht immer alles wie geplant, daher ist diese Fähigkeit sehr wertvoll.
Konzentration ist wichtig: Du musst jede Schachfigur genau beobachten. Kleine Details zu übersehen – wie zum Beispiel ein Bauer, der kurz vor der Umwandlung steht – kann das Spiel komplett verändern. Dieselbe Aufmerksamkeitsgewohnheit hilft dir, Fehler in Schulaufgaben zu erkennen oder wichtige Details in Anleitungen zu erfassen.
5. Schach spielerisch für Anfänger gestalten
Als Anfänger im Schachspiel mag es einem zunächst sehr schwer erscheinen. Manche denken sogar, es sei nur etwas für ernsthafte, intelligente Spieler. Dabei kann Schach genauso leicht und unterhaltsam sein wie jedes andere Brettspiel, wenn man es richtig angeht.
Ein einfacher Tipp: Spiele kurz halten. Ihr müsst nicht jedes Mal bis zum Schachmatt spielen. Versucht es doch mal mit kleinen Herausforderungen, wie zum Beispiel, ob ihr das Spiel in drei Zügen schafft oder es in fünf Minuten beendet. Außerdem verhindern diese kurzen Spiele Langeweile und halten die Energie hoch.
Man kann das Schachbrett auch farbenfroh gestalten. Verwenden Sie Figuren in leuchtenden Farben anstelle von schlichtem Schwarz und Weiß. Das macht das Brett gleich viel einladender. Darüber hinaus können Sie für Anfänger auch kleine Regeländerungen vornehmen. Erlauben Sie beispielsweise einen Zug rückgängig zu machen oder geben Sie den Bauern zu Beginn einen zusätzlichen Schritt.
Und das Beste daran: Wenn dir das Spiel Spaß macht, spielst du öfter. Ganz nebenbei planst du besser, konzentrierst dich besser und bist geduldiger. Egal, ob du ein hochwertiges Schachset spielst oder nur ein einfaches auf dem Tisch hast – halte es bereit. Du wirst staunen, wie oft Leute von selbst Schach spielen.
Das letzte Wort
Es ist wichtig, regelmäßig Pausen einzulegen. Doch Pausen sind nicht gleich Pause. Das Scrollen auf dem Handy kann beispielsweise kurzzeitig entspannend wirken, führt aber meist zu Konzentrationsschwierigkeiten. Ein kurzes Nickerchen kann müde machen. Schach hingegen ist eine Pause, die wach macht. Es hält den Geist fit und bietet gleichzeitig Spaß.
Beim Schach bewegt man nicht nur die Figuren, sondern plant auch den nächsten Zug. Und vor allem behält man den Plan des Gegners im Auge. Diese Art des aktiven Denkens in der Pause hilft, konzentrierter zum Lernen zurückzukehren. Deshalb empfehlen viele Lehrer und Eltern Schachspiele als sinnvolle Pausenbeschäftigung.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange sollte die Schachpause für Schüler dauern?
Etwa 10–20 Minuten reichen aus, um den Geist zu erfrischen, ohne Lernzeit zu verlieren.
Muss man alle Schachregeln kennen, um Spaß daran zu haben?
Ja. Um gut Schach zu spielen, muss man alle Regeln kennen. Egal, ob man nur zum Spaß spielt, das Befolgen der Regeln hilft beim Lernen.
Kann Schach die Prüfungsleistungen verbessern?
Ja. Wenn du regelmäßig Schach spielst, kannst du dich besser auf dein Studium konzentrieren. Und du wirst auch in der Lage sein, eigene Formeln zu entwickeln, um Dinge zu lernen und zu verstehen.
Ist Schach nur etwas für ältere Schüler?
Nein. So etwas gibt es nicht. Schach kann man in jedem Alter spielen.
Brauchen Sie ein teures Schachset?
Keineswegs. Für die ersten Tage reicht ein preiswertes Schachbrett völlig aus. Sie müssen kein teures kaufen.


